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Hier: Das Ehrenamt in Oststeinbek stärken! – geplanter Grundsatzantrag der SPD-Fraktion

Beitrag Onlinestellung unter www.spd-oststeinbek.de

 

Große Sorge um den Fortbestand kommunaler Vereine und dem Mangel an der Ausübung eines Ehrenamtes innerhalb der Gemeinde Oststeinbek macht sich auch die FDP-Oststeinbek.

(Teilauszug Online Beitrag Stand 12.02.2012 unter www.fdp-oststeinbek.de )

Vor ca. zwei Jahren wurde der Partnerschaftsverein aufgelöst, nachdem der langjährige Vorsitzende zurücktrat, und es sich kein Nachfolger fand. Ähnlich erging es auch dem Bürgerverein Havighorst, bei dem ebenfalls keine weiteren Vorstandsmitglieder aktiviert werden konnten und nun leider nach mehr als 29 Jahren aufgelöst wird. Bei der AWO in Oststeinbek fehlt es an motivierten örtlichen Personen, die benötigt werden, um den Verein in gewohnter Weise fortzuführen. Ein vom Kreis bestellter Vorsitzender wurde eingesetzt, um eine Auflösung des Vereines zu verhindern. Auch der Kulturring suchte schon seit geraumer Zeit vergeblich nach einem neuen Vorsitzenden. Der SoVD (Sozialverband Deutschland) hatte gerade Neuwahlen, es war geglückt, jemanden zu finden. Aber auch dieser Kandidat ist bereits im fortgeschrittenen Alter. Da die Aktivitäten dieser Vereine unterschiedlicher Art sind, wird es nicht eine Integration zu anderen bestehenden Vereinen geben können, vielleicht jedoch für einzelne Splittergruppen. Eine Rettung könnte sich daraus ergeben, dass von den ca. 3000 Neubürgern, die in den letzten 5 Jahren zugezogen sind, ein wenig Interesse geweckt werden könnte, sich aktiv in dem einen oder anderen Verein und Ehrenamt einzubringen.

Wir von der FDP begrüßen dieses ausdrücklich und sind damit konform mit der Grundidee vom SPD Antrag.

Allerdings !!!

Die Erfahrungen der Vergangenheit zeigen uns , dass immer nur dann Mitarbeit geleistet wird, wenn es um die eigenen Belange geht, egal bei welchem Thema.

Die Aufgaben der einzelnen Vereine sollten von diesen allein getragen werden, da die Interessen doch sehr verschiedenartig sind. Immer sofort Hilfe bei der Gemeinde zu suchen, oder eine Planstelle in der Verwaltung - und sei diese auch nur durch Umverteilung der Aufgaben-, von den Politikern zu schaffen, ist nach Auffassung der FDP nicht der richtige Weg.

Wenn ich ein Ehrenamt übernehme, dann 1. habe ich vorher überlegt, ob der Verein, der Verband, die Organisation meinen Lebenszielen entspricht, 2.habe ich geprüft, ob ich Zeit dafür habe 3. bin ich mir bewusst, dass ich die Kosten selbst trage 4. rufe ich nicht nach staatlicher Hilfe, gleich welcher Art

Eine Ehrenamtsmesse sehen wir als nicht sinnvoll an, da die Planung und Organisation professionell vorbereitet werden müsste.

Außerdem können sich die Vereine und Verbände auf dem bereits bestehenden Marktfest von Oststeinbek präsentieren und um Mitarbeit werben. Dafür ist unter anderem das Marktfest einmal ins Leben gerufen worden.

Die Möglichkeit die Website der Gemeinde Oststeinbek für Ehrenamtszwecke bzw. Anträge auf Nutzung von Gemeindeeigentum einzusetzen, können wir unterstützen.

„Verstimmungen“ zwischen Antragstellern bzw. Nutzern von Gemeindeeigentum und der Verwaltung, die durch fehlende Rechtssicherheit und fehlerhafte Kommunikation entstanden sein könnten, können die Beteiligten selber klären. Dazu bedarf es sicherlich keiner neuen ehrenamtlicher „Stelle“. Dadurch wird -Verwaltung- aufgebaut und nicht wie von uns als FDP gewünscht abgebaut bzw. vereinfacht. Vergessen wir auch nicht, dass unsere Verwaltung z.Zt. wegen erhöhten Krankenstand  ihren Aufgaben nur sehr "schwerfällig" nachkommt. Dieses soll keine Entschuldigung für Missstände sein, sehr wohl aber als Hinweis auf eine mögliche Ursache.   

Im Gesamten enthält der geplante Antrag der SPD sinnvolle Ideen und Vorschläge, die auch die Fraktion der FDP in Teilen unterstützen kann.

 Jedoch sehen wir diesen geplanten vorliegenden Antrag eher als Anregung und Anstoß in der Sache, der so von den Vertretern der FDP im Hauptausschuss bzw. dann in der Gemeindevertretung als „fertigen“ Beschluss nicht zugestimmt werden kann.