Als gewählter Gemeindevertreter Oststeinbeks, habe ich mit Erstaunen und Empörung zur Kenntnis genommen, dass unsere suspendierte Bürgermeisterin Frau Martina Denecke noch am Tage ihrer Suspendierung im Namen der Gemeinde Oststeinbeks eine Anwaltskanzlei mit der Ausarbeitung einer Klage gegen die Kreisaufsichtsbehörde beauftragt hatte.  

Der 45-seitige Eilantrag ging beim Verwaltungsgericht Schleswig ein und richtete sich gegen deren Entscheidung/Maßnahme, mit verwaltungsrechtlichen Zwangsmitteln die von Frau Denecke veränderte Fassung vom Gemeindeprüfungsbericht von der Homepage der Gemeidne Oststeinbek zu entfernen. 

Am Nachmittag räumte Frau Denecke dann bereits ihr Büro, weil sie am Abend selber fest in der angesetzten Gemeindevertretersitzung mit ihrer Suspendierung rechnete.   

Trotz der gemäß Gemeindeordnung Oststeinbeks zugesicherten Handlungsfreiheit für Bürgermeister bei eventuellen Eilentscheidungen, auch über finanzielle Mittel zu verfügen, hat Bürgermeisterin Martina Denecke mit der Beauftragung der Anwaltskanzlei meiner Meinung nach ihre aus dem Amt abgeleiteten Kompetenzen überschritten. 

Es ist offensichtlich, dass Frau Martina Denecke mit der Veröffentlichung der Originalfassung vom Gemeindeprüfungsbericht und der darin aufgeführten Kritik gegen ihre Person und Amtsführung nicht einverstanden war und dieses zu verhindern versuchte. 

Daher ist der Eilantrag mit der Klage gegen die Kreisaufsichtsbehörde auch nur mit „Privatinteresse“ der Bürgermeisterin zu bewerten. 

Der Gemeinde Oststeinbek entstand gem. Kostenaufstellung der beauftragten Anwaltskanzlei für deren erbrachten Leistung ein Schaden von fast. 8000.- €. , obwohl der Antrag bereits am Folgetag nach der Suspendierung der Bürgermeisterin sofort vom 1. stellv. Bürgermeister wieder zurück genommen wurde.  

Dieser Schaden für die Gemeinde Oststeinbek ist aufgrund des eigenmächtigen Handelns der Bürgermeisterin Martina Denecke entstanden, die unrechtmäßig das ihr anvertraute Vermögen ( Steuergelder ) offensichtlich aus privater Motivation einsetzte.  

Daher habe ich mich als Fraktionsvorsitzender vom FDP Ortsverband Oststeinbek entschlossen, den Sachverhalt der Staatsanwaltschaft Lübeck zur Prüfung auf strafbare Handlung, begangen durch die Bürgermeisterin Martina Denecke gem. § 266 StGB(Untreue), zu übersenden und Strafantrag gestellt.