Schicksalhafte Entscheidung für Oststeinbek und Havighorst

Der Bauausschuss hat mit den Stimmen der CDU und des eingetragenen Vereins OWG, gegen die Stimmen der anderen Parteien, entschieden, dass die Flächen, die für die zukünftige Ortsplanung und Gestaltung entsprechend gekennzeichnet und reserviert waren, nicht mehr vorhanden sein sollen. Von diesen 12 Planungsreserveflächen (Potenzialflächen) werden nur zwei Flächen für das Senioren Bauprojekt an der Brückenstraße und eine Fläche für die Senioren Anlage nördlich Breedenweg in einen neuen Flächennutzungsplan übernommen. Des Weiteren werden 2 an das Gewerbegebiet grenzende Gebiete in der zukünftigen Flächenplanung  zur gewerblichen Nutzung ausgewiesen. Dem sozialen Wohnungsbau und Geschoss-Wohnungsbau für junge und ältere Familien wurde für sofort und/oder auch später keine Chancen gegeben.

Für Havighorst hat, bei gleicher Stimmenverteilung, der Ortsbeirat entschieden, dem Bauausschuss vorzuschlagen, alle Kennzeichnungen für Reserveflächen aufzuheben. Der Bebauungsplan hat zukünftig keine Alternativen bzw. Planungsreserven.

Die vorgenannten Entscheidungen haben zur Folge, dass im Wesentlichen der Bau von Ein- / Zweifamilien-Häusern, ausgenommen sind vereinzelte, kleine Baulücken, nur noch als Hinterland Bebauung oder Abriss vorhandener Wohnhäuser erfolgen kann. Der sozialverträgliche Wohnungsbau für junge Familien, Kinder und Enkel wird in Ermangelung von dafür benötigten Flächen nicht mehr stattfinden können. Eine Betreuung und Pflege der älteren Bevölkerung durch die eigenen Kinder oder Enkel vielfach nicht möglich sein. Umso dringender erforderlich, da für Ältere, eventuell auch Alleinstehende und Hilfsbedürftige kein Wohnraum zur Verfügung steht. Auch ein Umzug in eine entsprechende Einrichtung, ist in Ermangelung einer solchen oder auch aus Kostengründen oft nicht möglich.

Was wird aus dem dringend gebrauchten Nachwuchs für Feuerwehr, Handwerk, Gewerbe und  Vereine?

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