Oststeinbek–Havighorst  - Eine moderne Gemeinde inmitten der Metropolregion oder bald nur noch eine Randerscheinung?

Am 6. Mai ist Kommunalwahl. Alle Parteien feuern aus vollen Rohren und werben um die Gunst der Wähler. Zugegeben: Das machen auch wir – aber etwas anders. Füreinander – miteinander.

Die aktuelle, „koalierende“ Mehrheit in der Gemeindevertretung – bestehend aus CDU und OWG e. V. – hat sich auf die Fahnen geschrieben, Oststeinbek nicht verändern zu wollen. Sie betreibt am Beispiel Wohnungsbau Protektionismus und schürt die Angst vor ausuferndem Hochhausbau für Fremde. Mit Phrasen wie „Land ist nicht vermehrbar!“, “Ihr wollt ja nur die Feldmark zubetonieren!“ und „Wir bauen nicht für Hamburger!“ wird derzeit Wahlk(r)ampf betrieben. 

Konzepte oder eine konkrete Planung sucht man vergebens – korrekt, denn Abwarten kann man schließlich auch ohne.

Wer gut situiert ist, in einem bezahlten Eigenheim wohnt – und das am besten noch, ohne auf fremde Hilfe angewiesen zu sein -, kann sich (derzeit) ganz entspannt zurücklehnen und zusehen, wie die Grundstückspreise in Oststeinbek und Havighorst kräftig steigen. Das aber soll Oststeinbek und Havighorst weiterbringen und fit für die Zukunft machen? Das ist Klientelpolitik – für sich selbst! Um diese Situation aber noch weiter zu verschärfen, wurden - durch die aktuelle politische Mehrheit - die so genannten Potentialflächen (das sind Planungsreserven bzw. Grundstücksflächen für eine eventuelle, zukünftige Bebauung) in Oststeinbek und Havighorst mal eben ganz gestrichen. Damit wurde dem sozialen und moderaten Geschoss-Wohnungsbau für junge und ältere Familien – im wahrsten Sinne des Wortes – der letzte Boden entzogen. Die zuvor genannten Potentialflächen machen ca. 2 % der Gesamtfläche Oststeinbeks aus - von zubetonieren kann also nun wirklich keine Rede sein. 

Wer mitten im Leben steht, Kinder hat und mit ihnen und ihren Freunden spricht, erhält deutlich andere Ergebnisse als die „internen Umfragen“ oder „die eigenen Eindrücke“ der CDU es glauben machen sollen. Es gibt keinen freien Wohnraum für die nachwachsende Generation. Abwanderung in das Umland und Hamburg ist die Folge. Das bestätigen uns aber gerade auch sehr viele Senioren, mit denen wir bei unseren sehr gut besuchten Wahlinfoständen diskutiert haben. Wir brauchen Wohnraum für alle Generationen! 

Was ist z. B., wenn man selbst zum Pflegefall wird, das Eigenheim noch nicht aufgeben will und gerne seine Kinder in der Nähe haben möchte oder die Eltern zur Pflege in die Nähe ziehen sollen? Das geht derzeit leider nicht! Es ist kein passender und schon gar kein bezahlbarer Wohnraum hier vorhanden! Wer einmal aus Oststeinbek weggezogen ist – ob er/sie wollte oder nicht, ist plötzlich kein Oststeinbeker mehr? Das kann doch nicht ernst gemeint sein!

Nun wird weiter argumentiert, dass mit den geplanten Seniorenwohnungen ja passender Wohnraum für junge Menschen frei wird. Das kann doch nur ein Scherz sein. Zum einen mussten die Senioren seit über 10 Jahren auf etwas warten, was noch immer nicht begonnen wurde – und auch immer noch torpediert wird -, zum anderen können junge Oststeinbeker doch nicht automatisch Einfamilienhäuser in Preisregionen jenseits von 400.000 € übernehmen. Wenn die Seniorenwohnungen irgendwann einmal fertig sind und innerorts wirklich den hohen Anklang finden, wie es der Seniorenbeirat seinerzeit erfragt hat, gehen die dann freiwerdenden Immobilien doch unter den Hammer! Die Meistbietenden ziehen dort ein – egal woher sie kommen. Das ist doch alles andere als eine kontrollierte Entwicklung für junge Oststeinbeker/innen.

Auf überhaupt keinen Fall wollen wir den Senioren etwas wegnehmen, was sie sich über so viele Jahre erstritten haben. Wir unterstützen aber ausdrücklich den Kompromissvorschlag des Seniorenbeirates selbst (damit es nun endlich losgeht!), dass die Senioren- Wohnprojekte, wenn sie in einem ersten Vergabeverfahren nicht vollständig an Ostseinbeker oder Havighorster Senioren vergeben werden können, auch für jüngere Menschen geöffnet werden – und zwar ebenfalls für Oststeinbeker und Havighorster.

Dann kann aber nicht Schluss sein. Mit moderatem Wohnungsbau müssen wir unserer Verantwortung nachkommen und weiteren Wohnraum für die nachwachsende Generation schaffen. Die Potentialflächen müssen wieder her, die neue Schule muss gebaut werden und gleichzeitig müssen wir schon jetzt anfangen zu planen, was mit dem - dann freiwerdenden - Gelände der Schule passieren soll.

Auch Oststeinbek und Havighorst müssen aktiv weiterentwickelt werden. Wir können uns nicht ewig darauf verlassen, dass die Nähe zu Hamburg und ein niedriger Hebesatz für Gewerbesteuer dauerhaften Wohlstand bescheren. 

Durch dieses derzeit dominierende Thema geraten die ebenso wichtigen Themen wie vernünftige Verkehrskonzepte zur Beruhigung der Ortsdurchfahrt, Sanierung der Fuß- und Radwege, Gestaltung einer attraktiven Ortsmitte, Bildung für Jung und Alt…etwas in den Hintergrund. 

Wir haben viel zu tun! Mit wir meinen wir uns alle. Wir lassen uns nicht leiten von „internen Befragungen“ oder „eigenen Eindrücken“. Denken wir neu! Mit einem modernen Konzept von Transparenz und Mitbestimmung wollen wir durch Bürgerbefragungen ermitteln und umsetzen, was die Bürger in Oststeinbek und Havighorst wirklich wollen! Das ist unser Wahlversprechen, an dem Sie uns messen können! 

Unsere Ideen und Pläne finden Sie unter

http://www.fdp-oststeinbek.de/index.php/programm/wahlprogramm-2018

Geben Sie der FDP am 6. Mai bitte Ihre Stimmen – damit wir miteinander – füreinander Oststeinbek und Havighorst moderat weiterentwickeln und fit für die Zukunft machen können.

 

 Oststeinbeker Mühlrad