Bauen in Oststeinbek / Attraktiver Ortskern

 

Oststeinbek baut – zumindest etwas. Nach vielen Jahren der Planung sind ja nun endlich die Seniorenwohnanlagen zur Baureife gelangt und werden umgesetzt. Ein neues Gewerbegebiet ist ebenfalls in der Planung – zwei wichtige Meilensteine für unsere Gemeinde. Was ist aber mit der breiten Masse? Wo ist bezahlbarer Wohnraum für junge Menschen? Aus dem letzten Kommunalwahlkampf halten sich bei zwei Fraktionen immer noch ihre Slogans, die jedwedem Wohnbauprojekt eine strikte Absage erteilen: „Wir bauen nicht für Hamburger!“ und „Land ist nicht vermehrbar!“ sind die mantrahaft vorgetragenen Begründungen. Dass hier etwas getan werden muss, sollte aber nun wirklich jedem klar sein. Oststeinbek schafft Gewerbeflächen, die zwar Gewerbesteuereinnahmen mit sich bringen, aber auch bis zu 700 Arbeitsplätze.

Den dringend benötigten Wohnraum für neue Mitarbeiter und unseren eigenen Nachwuch aus Oststeisteinbek und Havighorst schieben wir in das Umland ab (denn uns geht es ja gut) – das kann es doch nicht sein. Denken wir neu. Warum finden wir nicht einen gemeinsamen Nenner? Hören wir endlich mit dem Parteigeplänkel auf! Eine Idee ist ja nicht schlecht, nur weil sie von einer anderen Fraktion oder Partei kommt. Es muss ja auch nicht zwingend Natur für Neubauten verdichtet und vernichtet werden. Bauen auf bereits verdichteten Flächen, Aufständern des Baukörpers (s. Brückenstraße), Aufstocken bereits vorhandener Bebauung sind ja Möglichkeiten, die in Betracht gezogen werden müssen. Geringere Parkplatzschlüssel und Gründachausgleich sind ebenfalls zwei umweltschonende Aspekte.

Oststeinbeker/Innen sind hier lebende Gemeindemitglieder, aber auch ehemalige, die vielleicht zurückkommen und genauso zukünftige Bewohner.
Wir setzen uns für einen parteiübergreifenden Konsens für die Zukunft in Oststeinbek und Havighorst ein.

Budni bleibt! Erst einmal eine gute Nachricht. Durch die Initiative einer engagierten Bürgerin, unterstützt durch moderne Medien (openPetition), Gespräche des Bürgermeisters, eine Resolution der Gemeindevertretung und eine kleine Demonstration vor Ort, wurden die Verhandlungen zwischen Vermieter und Geschäftsführung positiv beeinflusst.

Toll! So kann Gesellschaft und Gemeinschaft funktionieren! Aber das Thema sollte uns auch wachrütteln, denn ein attraktiver Ortskern mit Möglichkeiten der Nahversorgung ist für den Erhalt unserer Lebensqualität enorm wichtig und da ist noch reichlich Luft nach oben vorhanden.

Wir setzen uns für die Modernisierung der Ortsmitte und die Umgestaltung des Marktplatzes ein.