Der Umwelt (k)eine Chance…

 

…so war es kürzlich in der Zeitung zu lesen. Einseitig betrachtet suggeriert diese Darstellung, dass Teile der Politik in Oststeinbek sich nicht um Natur und Umwelt scheren und ebenso keine ökologischen Ziele verfolgen. Das absolute Gegenteil ist aber der Fall!

Aktuell werden in den politischen Gremien und Arbeitsgruppen der Landschaftsplan und der Flächennutzungsplan bearbeitet. Von einem Planungsbüro wurden dazu Vorschläge erarbeitet, die gut und zum Großteil richtig sind – nur mit einem entscheidenden Haken: Es wurde aus der Hubschrauberperspektive betrachtet, was wünschenswert ist - ohne Rücksicht auf Eigentumsverhältnisse und Realisierbarkeit. Eine Arbeitsgruppe, bestehend aus Teilen aller Fraktionen, der Verwaltung und dem Landschaftsplaner, hat die Ergebnisse dann noch einmal angepasst und mit zusätzlicher Realität versehen. Denn welchen Sinn macht es Ausgleichsflächen festzuschreiben, die nicht verfügbar sind, die landwirtschaftlich bewirtschaftet sind und uns als Bevölkerung ernähren?

Was würden wir sagen, wenn es plötzlich Auflagen „von oben“ gibt, wie wir unsere Gärten zu bepflanzen und zu nutzen haben (oder eben nicht mehr nutzen dürfen)?
Wenn wir solche theoretischen Möglichkeiten festschreiben für die übergeordneten Instanzen (sei es nun im Kreis, Land, Bund oder der EU), schränken wir uns in der kommunalen Selbstverwaltung stark und unnötig ein. Noch können wir jeden Fall einzeln betrachten und individuell lösen.

Die erarbeiteten Ergebnisse sollen ja keinesfalls in der Schublade oder gar im Papierkorb landen – dafür waren sie zu teuer und zu arbeitsreich. Sie sollen und müssen als ökologische Richtschnur dienen!

Vielfach – und auch durch uns – wird gefordert, dass z. B. für Baumaßnahmen, die in Oststeinbek stattfinden, auch ein Ausgleich möglichst im Ort geschaffen werden soll - denn nur so bleibt es schließlich bei uns grün und ländlich. Wenn nun aber wahllos Flächen für den Ausgleich bestimmt werden, auf die eh kein Zugriff möglich ist und alles verplant ist, bleibt uns dann womöglich nur noch der Weg über die so genannten Ökokonten, bei denen an ferner Stelle dieser nötige Ausgleich stattfindet, auf den wir dann so gut wie keinen Einfluss mehr haben. Wir – als Gesellschaft und auch als politische Gremien – sollten nicht leichtfertig mit dem Eigentum anderer planen und spielen, denn das kommt als Bumerang schneller zurück, als uns lieb ist. Wenn wir der mehrheitlichen Meinung sind, Flächen verplanen zu wollen, dann können und sollen wir das auch tun.

Wir müssen dann aber auch bereit sein – im wahrsten Sinne des Wortes – den Preis dafür zu bezahlen. Zum einen den Preis, dass wir uns schleichend selbst enteignen und zum anderen den Preis, dass wir die Eigentümer dann auch vernünftig und marktgerecht entschädigen.

Wir schützen unsere Umwelt - aber auch Eigentum und Eigentümer! Eigentum verpflichtet, das ist nicht nur eine Floskel, sondern im Grundgesetz verankert!

Daher kann im Gegenzug auch erwartet und verlangt werden, dass mit dieser Freiheit vernünftig umgegangen wird und gesellschaftliche Belange wie Sicherheit und Gesundheit geachtet werden.

Wir hoffen, dass wir gemeinsam – parteiübergreifend - einen ökologisch und gesellschaftlich sinnvollen Kompromiss für Oststeinbek hinbekommen. Wir setzen uns mit aller Kraft dafür ein.

Wie sehen Sie das? Sagen Sie uns Ihre Meinung oder besuchen Sie uns bei einem unserer nächsten Treffen.