Projekt Oststeinbek / Havighorst
In unserer Gemeinde wird viel getan – aber vieles muss noch getan werden und es muss vor allem strukturiert passieren. An etlichen Stellen wird derzeit geplant, umgesetzt und im akuten Bedarfsfall sogar noch recht schnell entschieden. Es ist ja gar nicht alles schlecht. Und Oststeinbek ist eine lebenswerte - derzeit noch ganz gut situierte - Gemeinde. Aber was wollen wir wirklich? Was können wir uns leisten?

Es hat Jahre gedauert, bis der Ruf nach seniorengerechtem Wohnen erhört und nun angegangen wurde. Was aber ist nun mit der jüngeren Generation? Wir können nicht wieder viele Jahre warten. Es muss eine generationenübergreifende Wohn- und Infrastruktur geschaffen werden, die allen gerecht wird.

In wenigen, durchaus konstruktiven Arbeitsgemeinschaften, wurden kleine Teilergebnisse erreicht wie z. B. die Verbesserung der Situation für Radfahrende. Aber was passiert mit den maroden Gehwegen? Wie entspannen wir die Verkehrssituation? Andere Arbeitsgruppen kommen nicht wirklich voran. Seit 2015 läuft z. B. das Verfahren zur Neuaufstellung eines Flächennutzungsplanes – ein sinnvoller Zwischenstand ist nicht einmal abzusehen.

Wie soll sich unsere Gemeinde grundsätzlich weiterentwickeln? Wie wichtig ist uns der Naturschutz? Welche Bedeutung soll die Landwirtschaft haben? Wie entwickeln sich die Finanzen der Gemeinde? Das alles sind große Themen, die nicht in kleinen Grüppchen mit stetig wechselnden Teilnehmern ständig wieder von vorne beginnen können.

Wir plädieren für die Zusammenlegung aller bisherigen Arbeitsgemeinschaften zu einer einzigen, regelmäßig tagenden „Arbeitsgruppe Zukunft und Entwicklung“ unter Beteiligung der Verwaltung, der Politik und besonders der Bürger sowie Vereine und Verbände. Das Projekt Zukunft betrifft uns schließlich alle und stellt somit schon einmal den kleinsten gemeinsamen Nenner dar. Die bedarfsgerechte Weiterentwicklung unserer Gemeinde sollte ebenfalls auf der Agenda Aller stehen. Den wirklichen Bedarf bestimmen letztendlich die Gesellschaft und die aktuellen Umstände und nicht alleine die politischen Fraktionen.

Nach dem Vorbild der überregionalen Zukunftswerkstatt könnten so alle geplanten Maßnahmen überarbeitet, strukturiert und dann nach Finanz- und Bedarfslage priorisiert werden – in einem großen Projektplan namens Zukunft, den wir uns regelmäßig vornehmen und ständig weiterentwickeln. So macht Zukunft Sinn.